Avodah Zarah 82

Kapitel 82

א והא שברים נינהו תרגמה שמואל בעומדין על בסיסן
1 es sind ja nur Bruchstücke!? Šemuél erklärte: Wenn sie auf ihrem Sockel stehen.
ב אתמר עבודת כוכבים שנשתברה מאיליה רבי יוחנן אמר אסורה רשב"ל אמר מותרת
2 Es wurde gelehrt: Zerbricht ein Götze von selbst, so ist er, wie R. Joḥanan sagt, verboten, und wie R. Šimo͑n b. Laqiš sagt, erlaubt.
ג רבי יוחנן אמר אסורה דהא לא בטלה רשב"ל אמר מותרת מסתמא בטולי מבטיל לה מימר אמר איהי נפשה לא אצלה לההוא גברא מצלה ליה
3 R. Joḥanan sagt, er sei verboten, weil ihn niemand entheiligt hat, R. Šimo͑n b. Laqiš sagt, er sei erlaubt, denn er hat ihn stillschweigend entheiligt, denn er sagt: wenn er sich selbst nicht retten konnte, wie sollte er mich retten können!?
ד איתיביה ר' יוחנן לרשב"ל (שמואל א ה, ד) וראש דגון ושתי כפות ידיו כרותות וגו' וכתיב (שמואל א ה, ה) על כן לא ידרכו כהני דגון וגו'
4 R. Joḥanan wandte gegen R. Šimo͑n b. Laqiš ein: <i>Und der Kopf Dagons und seine beiden Hände waren abgeschlagen &amp;c</i>., und weiter heißt es: <i>daher treten die Priester Dagons nicht &amp;c</i>.!?
ה אמר לו משם ראיה התם שמניחין את הדגון ועובדין את המפתן דאמרי הכי שבקיה איסריה לדגון ואתא איתיב ליה על המפתן
5 Dieser erwiderte: Soll dies ein Beweis sein!? Sie ließen den Dagon und beteten die Schwelle an, denn sie sagten, die Gottheit habe den Dagon verlassen und sich auf die Schwelle niedergelassen.
ו איתיביה המוצא שברי צלמים הרי אלו מותרין הא שברי עבודת כוכבים אסורין
6 Er wandte ferner gegen ihn ein: Findet man Bruchstücke von Bildwerken, so sind sie erlaubt, demnach sind solche von Götzen verboten!? –
ז לא תימא שברי עבודת כוכבים אסורין אלא אימא הא צלמים עצמן אסורין וסתמא כר' מאיר
7 Folgere nicht, Bruchstücke von Götzen seien verboten, sondern, [ganze] Bildwerke sind verboten; eine anonyme Lehre nach R. Meír. –
ח ורבי יוחנן מדר"מ נשמע להו לרבנן לאו אמר ר' מאיר צלמים אסורין שברי צלמים מותרין לרבנן עבודת כוכבים נמי היא אסורה ושבריה מותרין
8 Sollte man doch nach R. Joḥanan von R. Meír auf die Rabbanan folgern: R. Meír sagt, Bildwerke seien verboten, und Bruchstücke von Bildwerken seien erlaubt, ebenso müßten ja auch nach den Rabbanan nur vollständige Götzen verboten, Bruchstücke aber erlaubt sein!? –
ט הכי השתא התם אימר עבדום אימר לא עבדום ואת"ל עבדום אימר בטלום עבודת כוכבים ודאי עבדוה מי יימר דבטלה הוי ספק וודאי ואין ספק מוציא מידי ודאי
9 Ist es denn gleich: bei diesen ist es zweifelhaft, ob sie angebetet worden sind oder nicht, und selbst wenn du sagst, sie seien angebetet worden, können sie ja entheiligt worden sein, während Götzen bestimmt angebetet worden sind, und da man nicht weiß, ob sie entheiligt worden sind, so steht ein Zweifel dem Zweifellosen gegenüber, und ein Zweifel bringt nichts aus dem Zustande der Zweifellosigkeit. –
י ואין ספק מוציא מידי ודאי והתניא חבר שמת והניח מגורה מלאה פירות אפילו הן בני יומן הרי הן בחזקת מתוקנין
10 Bringt denn das Zweifelhafte nichts aus dem Zustande der Zweifellosigkeit, es wird ja gelehrt: Wenn ein Genosse gestorben ist und einen Speicher voll Früchte hinterläßt, so gelten sie als verzehntet, selbst wenn sie erst einen Tag [zehntpflichtig] sind.
יא והא הכא דודאי טבילי ספק עשרינהו ספק לא עשרינהו וקאתי ספק ומוציא מידי ודאי
11 Die Früchte sind ja zweifellos zehntpflichtig, dagegen ist es zweifelhaft, ob sie verzehntet worden sind oder nicht, und das Zweifelhafte bringt sie aus dem Zustande der Zweifellosigkeit!? –
יב התם ודאי וודאי הוא דודאי עשרינהו כדרבי חנינא חוזאה דאמר רבי חנינא חוזאה חזקה על חבר שאינו מוציא דבר שאינו מתוקן מתחת ידו
12 Hierbei ist es Zweifelloses gegen Zweifelloses, denn sie sind zweifellos verzehntet worden. Dies nach R. Ḥanina dem Hozäer, denn R. Ḥanina der Hozäer sagte, es sei feststehend, daß ein Genosse nichts Unfertiges aus der Hand lasse.
יג ואבע"א מעיקרא לא טבילי ספק וספק הוא
13 Wenn du aber willst, sage ich: sie waren ursprünglich nicht unverzehntet, somit ist es hierbei Zweifelhaftes gegen Zweifelhaftes.
יד אפשר דעבד כדר' אושעיא דאמר מערים אדם על תבואתו ומכניסה במוץ שלה כדי שתהא בהמתו אוכלת ופטורה מן המעשר
14 Dies nach R. Oša͑ja, welcher sagte, man könne mit seinem Getreide eine List anwenden, indem man es mit der Spreu einbringt, damit man es zehntfrei seinem Vieh zu fressen geben dürfe. –
טו ואין ספק מוציא מידי ודאי והתניא אמר ר' יהודה מעשה בשפחתו
15 Bringt denn das Zweifelhafte nichts aus dem Zustande des Zweifellosen, es wird ja gelehrt: R. Jehuda erzählte: Einst warf die Magd